Mrz
1
2013

Sind Lerncomputer für Kleinkinder geeignet?

Als ich noch ein kleines Mädchen war, ich müsste so 8 Jahhre alt gewesen sein, sah ich zum ersten Mal eine Spielkonsole. Mein Vater hatte sich ein Sega Master System zugelegt und ich gebe zu, das mich das damals wirklich sehr interessiert. Mehr als meine Hausaufgaben und mehr als für die Schule zu lernen, doch ersteres durfte natürlich nicht vernachlässigt werden, so dass ich etwa nur ein bisschen zocken durfte wenn ich meine Hausaufgaben fertig hatte. Einen Lerneffekt hatte es natürlich nicht, mit Alex Kid durch die Phantasiewelt zu düsen, zumindest keinen schulischen, Spaß machte es jedoch allemal. 😉 Damals gab es aber auch noch keine Lerncomputer für Kinder.

Heute, viele Jahre später mache ich mir als Mutter natürlich laufend Gedanken, was das beste für mein Kind ist. Angefangen beim Essen und die Geeignete Kleidung bis hin zur Förderung im Alltag. Ich war schon immer der Meinung, das man Kinder spielerisch fördern sollte, ganz ohne Zwang und nur dann wenn sie gerne mitmachen möchten. Natürlich ist es nochmal ein Unterschied, ob man mit einem Kleinkind oder einem Schulkind lernt und ob dies nun notwendig ist oder einfach geschieht weil es sich anbietet. Junior ist mit aktuell 2 Jahren sehr neugierig und lernfähig. So hat er mit 1,5 beispielsweise aus einer Laune heraus gelernt, bilingual bis 10 zu zählen.

Man stelle sich vor man fährt gerade mit dem Auto von Italien zurück nach Deutschland. Das Kind ist wach, möchte unterhalten werden, und man selbst sieht in der tiefsten Schweizer Nacht aufgrund strömenden Regens kaum aus dem Fenster. Bei so einer Aussicht will man doch sicher nicht noch zusätzlich das Kind verärgern und Schreialarm auslösen, immerhin hat man noch ein paar Stunden Heimweg vor sich 😉 Wie genau sein Opa auf die Idee zu zählen kam, weiss keiner mehr, doch war es diese Nacht in der Mini zählen lernte, beim wiederholen, lachen und freuen. Wer hätte das gedacht?! Und genau so stelle ich mir eine gute Förderung vor.

Ich mache kein Geheimnis darum, das ich darauf achte, das mein Kind schon früh etwas lernt. Schon allein wenn ich sehe wie befreundete Elternpaare im Kindergarten und der Schule in Stress kommen weil ihr Kind dieses und jenes können sollte aber noch nicht soweit ist, denke ich das es nicht schaden kann ein bisschen vorzugreifen. Und schon wieder bin ich in meiner Kindheit, denn als ich in die Schule kam, hatte ich eine halbe Ewigkeit zum lernen von Zahlen und Buchstaben. Wenn ich sehe was mein Patenkind heute dagegen schon alles können muss… Ja, die Zeiten haben sich geändert. – Aber, aus mir ist auch was geworden! 😉

Ich denke jedes Kind hat sein eigenes Tempo, es schadet aber sicher nicht als Elternteil auf dem Laufenden zu sein und die Entwicklung seines Kindes zu beobachten und in die richtige Bahn zu lenken. So lange ein Kind Spaß an dem hat, was es tut, lernt es auch dabei, zwingen oder zu große Ansprüche zu stellen halte ich dagegen für den falschen Weg. Kürzlich habe ich mich ein bisschen auf Lerncomputer.de umgesehen und über diverse Lerncomputer für Kinder informiert. Ich weiss, das dies ein Thema ist mit gespalteten Meinungen ist, denn entweder man ist dafür oder dagegen, aber ich bin einfach mal ganz neutral an die Geschichte ran gegangen.

Persönlich finde ich, das das für Junior mit 2 noch zu früh ist, doch warum sollte ein älteres Kind nicht mit einem solchen Gerät lernen? Buchstaben, Zahlen, Lieder, Farben und Formen… Sicher kann man das als Eltern auch beibringen, aber ich gehe in meinem Leichtsinn einfach davon aus, das man das doch eh schon macht, diese Dinge würden sozusagen parallel laufen. Was man bei Mama lernt kann man am Lerncomputer anwenden und was der Lerncomputer lehrt kriegt Mama ebenso mit. Papa natürlich auch. 🙂 Eines muss ich aber nch dazu sagen, weil ich auch das oft bei meinen Nachforschungen lass:

Das Argument das mich am meisten gegen die Anschaffung eines Lerncomputer anlachte – während meiner Suche – war, dass Kinder, die mit einem solchen Teil hantieren erst gar nicht mehr das Haus verlassen und nur noch daheim in die Röhre starren würden. Bei allen Menschen, die diese Ansicht vertreten, muss ich mich Fragen wie man zu einer solchen Ansicht kommt. In meinem Weltbild sind Eltern die Personen, die bis zu einem gewissen Alter immer noch zu sagen haben was ein Kind zu tun und zu lassen hat. Und wenn man sich mit einem Kind beschäftigt, dann – wage ich zu behaupten – passiert dies in einem Rahmen voller Abwechslung. Man baut Türme, liest Bücher, schiebt Auto hin und her, aber man geht doch auch ins Schwimmbad, nutzt die schönen Tage für Ausflüge ins Grüne, tobt auf Spielplätzen und lernt Fahrrad fahren, oder nicht?

Vielleicht bin ich ja aber auch einfach nur eine Komische Frau und Mutter mit seltsamen Ansichten und irrsinnigen Freizeitbeschäftigungen, wer weiss. 😀 Was aber hier unbedingt noch geklärt werden muss: Haben eure Kinder einen Lerncomputer?

 Mel

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)

Über die Autorin:

Mein Name ist Mel, ich bin 32 und Mutter eines kleinen Jungen. Ich liebe alles was kreativ ist. Sollte ich nicht gerade hier sein, dann findet man mich mit Kind und Kegel an der frischen Luft, mit Thermomix in der Küche oder beim plotten sowie Scrapbooking online wie offline. :-)

Kommentare sind geschlossen.

Schön, dass du hier bist!

Herzlich willkommen auf

Geschichten,
die das Leben schreibt!!

Hier erfährst du mehr über unsere kleine Familie, Höhen, Tiefen und den Spaß am Leben!

Blogparade – „EriK“

1 Jahr - 12 Ziele - Das ist "EriK" 2014

EriK200

Archiv

{"value":"\n