Jun
17
2012

Lernen und lernen lassen – Eltern-Kind-Blogparade im Juni 2012

Im neuen  Monat geht es in der Eltern-Kind Parade der Testmama um das Thema Lernen! Eines der bekanntesten Sprichworte ist doch „Man lernt nie aus!“ und so ist es wirklich. Seit dem Tag der Geburt lernen Kinder fürs Leben , sie lernen von uns und wird von ihnen und auch im Alter kann man noch jede Menge Erfahrungen sammeln.

Lernen fürs Leben oder Leben lernen?

KinderbücherDas meiste und am schnellsten lernt man als Kind. Besonders an den Fortschritten von Junior wird mir das deutlich. Er fing eines Tages an zu robben, zu krabbeln, setzte sich, stand auf und lief mit 9 Monaten! Woher wissen Kinder das es in ihren kleinen Leben viel mehr Möglichkeiten gibt als nur liegen und schon auszusehen? Nach Muttermilch und Flasche, kam der Brei und schon wenige Monate später interessierte er sich dafür was Mama und Papa so essen und wollte es natürlich auch haben. Auf anfängliches „Mamama“ und „Papapa“ folgte mit der Zeit „Auto“ und heute ist das Lieblingswort „NEIN!“

Neben Motorik und sprachlichen Fähigkeiten, hat er auch bemerkt, das es toll ist einen eigenen Charakter zuhaben. Damit kann man ganz eigene Entscheidungen treffen, und, was er ganz toll findet, man kann sich immer gegen das entscheiden was Mama und Papa gerade  wollen. Man könnte an der Hand laufen, will man aber nicht. Auch könnte man neben Mama her laufen, aber viel cooler ist es doch, wenn man 2 Schritte vor geht und 3 wieder zurück. Das ärgert nicht nur Mama, sondern dauert ewig, sodass man noch länger draußen an der frischen Luft sein kann. Wir erleben aber auch jede Menge toller Sachen, werden zum spielen abgeholt in dem sich eine kleine Hand in unsere legt und uns ins Kinderzimmer führt. Es wird uns lautstark und mit Gestiken erklärt wer wird sind. Wenn wir traurig sind werden wir umarmt und bekommen einen Kuss der alle wieder wett macht. Die Positiven Momente überwiegen, das unerfreuliche ist dagegen winzig klein und schon bald wieder vergessen. Wer kann schon strahlenden Kinderaugen widerstehen?

Landessprache, Muttersprache oder beide?

HolzboardWenn man nicht im Heimatland aufwächst, sondern in einem anderen, ist es meiner Meinung nach oberste Priorität die Landessprache zu beherrschen. Kann man diese nicht, wird man nicht nur von anderen gehänselt, sondern es schliessen sich ständig Türen im Leben weil man sich nicht verständigen kann. Junior wird deswegen deutsch UND italienisch lernen, und er ist schon mittendrin. Ich vermute  das er eventuell etwas länger brachen wird als andere Kinder die nur eine Sprache erlernen „müssen“ aber das macht mir nichts aus. Beide Sprachen sind geschenkt und wer weiss ob er nicht später sogar beruflich etwas damit anfangen kann. Durch das kennen beider Sprachen konnte ich in der Schule recht einfach englisch lernen.

Abgesehen von seinen Wortkonstruktionen wie „Kokooo“ statt „tschuchuuu“ für die Geräusche einer Lokomotive sagt er momentan „Teno“ (Treno) italienisch für Zug, antwortet aber auf die Frage „Wie geht’s?“ mit „Gut“. Wir lernen also auf der einen wie auch auf der anderen Seite und momentan ist es so ein bisschen  all in the mix!  Auch wenn er gerade erst anfängt seinen Wortschatz anzulegen bzw. zu vergrößern, versteht er so gut wie jedes unserer gesprochenen Wörter. Der bitte bestimmte Dinge zu bringen kommt er sofort nach und auch versteht er es wenn er etwas zu unterlassen hat, das er dem aber nicht immer umgehend nachkommt steht auf einem anderen  Blatt. 😉

Fördern aber nicht blockieren

SteckwürfelIch bin durchaus dafür ein kleines Kind wie Junior zu fördern, aber bitte spielerisch und in Maßen. Bis auf das Kinderturnen, welche einmal pro Woche am selben Morgen statt findet sind wir in unserer Freizeit Gestaltung absolut frei. Aber selbst dort lernt er nicht zu funktionieren, sondern tobt mit anderen Kinder umher und lernt bei spielen das Gleichgewicht zu halten, zu springen oder zu klettern und hat dabei jede Menge Spaß. Ich bin gegen einen vollen Terminkalender mit Montag Sport, Dienstag Musik, Mittwoch Ballet, Donnerstag dies und Freitag das.

Wenn Kinder noch so klein sind, sollte man ihnen nichts aufzwingen, sondern die Chance geben sich zu entfalten, Sie sollen selbst ihre Interessen und Vorlieben finden und einfach noch Kind sein dürfen, erwachsen wird man doch schnell genug. Natürlich unterstützen wird den kleinen Mann und fördern ihn auch, aber nicht zu viel und wenn, dann nur so lange wie er möchte. Wir schauen Bilderbücher und lernen neue Worte, doch wenn das Buch uninteressant wird, muss es nicht zu ende geschaut werden. Wir tanzen, aber das Lied geht auch zu ende wenn wir uns währenddessen setzten wollen. Alles ohne Zwang, ohne Fahrplan aber dafür mit einer großen Portion Spaß! Kinder lernen nicht nur zuhause und schon gar nicht unter Druck oder mit Zwang sie lernen auf dem Spielplatz, sie lernen von anderen Kindern, von der Familie. Wenn er mit 3 gerne Zählen möchte dann bringe ich ihn das gerne bei, will er das nicht ist das auch ok, bis er in die Schule kommt ist noch eine Menge Zeit und wenn er erstmal dort ist, soll er sich ja auch nicht von Vornherein langweilen.

Was lernen Erwachsene von Kindern?

Auch wenn Mini erst 1,5 Jhre bei ist, so haben wir doch einiges von ihm lernen können. Vieles kannten wir vielleicht schon, haben es aber vergessen oder unsere Prioritäten anders gesetzt. Junior hat uns gezeigt,das es nicht lohnt lange böse auf einander zu sein, denn das kostet uns nur wertvolle Zeit die wir glücklich miteinander verbringen können. Er kennt keinen Neid oder Egoismus und teilt auch seinen Letzten Apfelschnitz mit uns. Wir sind viel mehr an der frischen Luft,weil er die Natur so sehr liebt und stunden an der frischen Luft verbringen könnte. Er bringt uns alle drei zusammen und wir fügen uns, auch wenn wir gerade viel lieber auf der Couch entspannen wollen würden. Er bringt die Familie zusammen mit seinen kleinen großen Kleinigkeiten. 😀

Die Parade wird dieses mal zudem noch von Rucksack-spezialist und Schulranzen.com unterstützt. Bis wir einen Rucksack oder Turnbeutel brauchen, gehen noch einige Monate ins Land, stöbern waren wir jedoch schon. Einkaufen wäre heute schon deswegen fatal, weil Junior in wenigen Monaten statt Spiedermann vielleicht unbedingt Artikel mit Bob dem Baumeister haben wollen könnte.

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Über die Autorin:

Mein Name ist Mel, ich bin 32 und Mutter eines kleinen Jungen. Ich liebe alles was kreativ ist. Sollte ich nicht gerade hier sein, dann findet man mich mit Kind und Kegel an der frischen Luft, mit Thermomix in der Küche oder beim plotten sowie Scrapbooking online wie offline. :-)

8 Antworten zu “Lernen und lernen lassen – Eltern-Kind-Blogparade im Juni 2012”

  1. danny sagt:

    ich finde es ja wirklich faszinierend wie ein so kleiner dötz mit 2 sprachen zurecht kommt, wo unser eins mit einer sprache schon probleme hat 😀
    aber deinen satz das man erst die landessprache lernen sollte finde ich richtig, denn da ahst du wirklich recht. manche türen werden gar nicht erst groß geöffnet wenn man sich nicht richtig artikulieren kann.
    und zum thema von den kleinen lernen, auch da muss ich dir voll udn ganz zustimmen! wir verplempern wirklich hin und wieder zeit mit nutzlosen dingen wie streit, die könnte man viel besser in ruhe und frieden miteinander verbringen!

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    • Mel sagt:

      Kleiner dötz? Klingt interressant, nie gehört. 🙂 Sein neustes Wort ist usssss für Bus! Oh nein, er wird groß ;-(

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  2. Bester Puschel sagt:

    Ich stimme Dir auch zu bei dem Absatz, was wir von den kleinen noch lernen können. Sollten wir uns wirklich mal zu Herzen nehmen. LG

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  3. Claudia sagt:

    Zweisprachig aufzuwachsen ist toll, wenn die beiden Sprachen auch von den Eltern gesprochen werden. So leicht ist es nie wieder, eine Sprache zu erlernen. Nicht gut finde ich hingegen, wenn versucht wird als nicht native-speaker eine Sprache beizubringen. Ich glaube, das geht wohl eher nach hinten los.

    Wie finden Kinder ihre Interessen und Vorlieben, wenn wir ihnen nicht die Möglichkeit geben sich auszuprobieren? Der Besuch eines Kurses in der Musikschule oder an anderer Stelle muss ja nicht gleich Zwang und Einengung bedeuten. Sondern es gibt dem Kind die Möglichkeit spielerisch einen Einblick in den Bereich zu bekommen – vielleicht wird es mal eine Vorliebe? 😉 Deshalb sehe ich es nicht als schlimm an, wenn es mehrere Punkte in der Woche gibt, die von festen Zeiten geprägt sind.

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    • Mel sagt:

      Andere Sprachen können siedann in der Schule lernen, wir sprechen das was wir wirklich könnnen^^

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  4. Maike sagt:

    die zweisprachige Erziehung finde ich klasse! Und finde es toll das ihr das so macht… leider bin ich keiner 2. Sprache so mächtig das ich das hätte machen können.

    Einen vollen Terminplan finde ich auch total unentspannt für alle Beteiligten und bin froh das wir nur 2 feste Termine haben in der Woche.. Die große ihr Tanzen und dem kleinen seine Physio… welche auch beide aufeinander liegen, so das ich die große wegbringe und nach der Physio wieder abhole… und somit ist auch an dem Tag ab 15 Uhr wieder Freizeit angesagt
    *g*

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    • Mel sagt:

      Du hast recht, hier und da was ist wie gesagt ok,aber täglich nen festen Termin mag ich nicht, wo bleibt denn da die Zeit in der sich menKind frei entfalten kannn?

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  5. Testpapa sagt:

    Vielen Dank für deinen Beitrag 🙂

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