Nov
11
2011

Produkttestblogger – Das Fass läuft über!

Im letzten Jahr hat sich hat sich in diesem Bereich einiges getan. Manches ist positiv, jedoch möchte ich heute etwas ansprechen, das mir schon länger auf der Zunge liegt und ich als alles andere als positiv empfinde.
Seit einigen Monaten schiessen tausende „Produkttestblogs“ wie Pilze aus den Boden und verderben den Markt. Es ist ja schön und gut, das die Beteiligung so rege ist, aber leider bleibt hier der Mehrwert aus…

Wovon spreche ich? Hier ein klassisches Beispiel:

Schon beim Öffnen der Seite springen mir Pop Ups entgegen, überall glitzert und blinkt es kunterbunt durcheinander. Zusammenhangslose Werbebanner in verschiedenen Größen…
Die sogenannten Testberichte bestehen aus 3 Sätzen ohne Sinn und Verstand – „Tolles Produkt, riecht gut, danke das ich testen durfte.“ Schlechte Grammatik, Rechtschreibung gleich Null. Manche sind sogar so dreist, das sie ganze Texte und sogar Fotos von anderen, meist tollen Blogs klauen. Ein Impressum sucht man vergeblich, und das momentan so hippe Layout habe ich in der letzten halben Stunde auf 5 anderen Blogs Eins zu Eins gesehen.

Sicher -Nobody ist perfect – Jedem von uns passiert mal ein Fehler, sei es in der Rechtschreibung oder im Einbau, der Textausrichtung oder sonstigem, aber in diesem Fall gibt es einen absoluten Überschuss an schlechten Beispielen. Weil dies aber zu fruchten scheint, nimmt es kein Ende mehr. Will noch jemand was vom Kuchen?

Was mir zudem auch total unverständlich ist, ist wie Firmen sich auf eine Zusammenarbeit mit im Beispiel  genannten „Testern“ einlassen können. Ich denke, und das ist mein Ernst, das viele Firmen sich die Websites vor einer Kooperation überhaupt nicht anschauen. Nur, wo bleibt denn dann der Sinn einer Zusammenarbeit? Werden nur schnelle  minderwertige Backlinks gesucht? Spielen Content und Qualität gar keine Rolle mehr?

Es geht auch anders:

Seriöse Produkttestblogger erschnorren sich nicht mal eben kostenlose Waren. Sie machen sich die ARBEIT, diese ernsthaft über gewisse Zeiträume hinweg zu prüfen, schreiben ihre Berichte ehrlich und auf Grund eigener Erfahrungen. Oft dauert es mehrere Stunden den Bericht so aufzubereiten, das dieser veröffentlicht werden kann. Eine schlichte individuelle Aufmachung runden das Bild ab und erlauben dem Leser sich auf das  zu fokussieren was wichtig ist. – Den informativen Inhalt.

Wer eine Sammelleidenschaft für kostenlose Produkte hat muss nicht unbedingt bloggen, es gibt viele bekannte Netzwerke die sich darauf spezialisiert haben, täglich aktuelle Gratisproben aufzuspüren und bekannt zu geben. Gewiss handelt hierbei jeder auf eigene Gefahr, ein Blick in die jeweiligen AGB’s ist unerlässlich und schützt vor bösen Überraschungen.


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Über die Autorin:

Mein Name ist Mel, ich bin 32 und Mutter eines kleinen Jungen. Ich liebe alles was kreativ ist. Sollte ich nicht gerade hier sein, dann findet man mich mit Kind und Kegel an der frischen Luft, mit Thermomix in der Küche oder beim plotten sowie Scrapbooking online wie offline. :-)

19 Antworten zu “Produkttestblogger – Das Fass läuft über!”

  1. Katrin sagt:

    Da stimme ich dir zu!
    Ich habe auch schon einige solcher Blogs zu Gesicht bekommen und kann mir auch nicht erklären, warum Firmen solchen 0815-Bloggern noch Testprodukte schicken.
    Irgendwie verliert so auch den Überblick und das schadet den „seriösen“ Produkttesterblogs…
    Ein Trend, der hoffentlich auch bald wieder zurückgeht! 😉
    Liebe Grüße

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    • chasty sagt:

      Wer nichts zu sagen hat, braucht meiner Meinung nach auch kein Blog. Das allgemeine Image ist durch diese möchtegern Testblogger schon angeknackst…

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  2. Sandra sagt:

    Ich stimme Dir da vollkommen zu. Es wird Text geklaut und sogar Bilder auf welchen Teile unserer Wohnung zu sehen waren. Dreister gehts kaum.

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    • chasty sagt:

      Das ist echt mega dreist. Ich verwende gerne die Bilder der Unternehmen selbst, solang diese nichts dagegen haben. In letzter Zeit habe ich schon ofter darüber nachgedacht, eigene Bilder mit Wasserzeichen zu kennzeichnen. So wären sie zumindest für solche Leute wertlos.

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  3. Inka sagt:

    super, absolut auf den punkt gebracht! das schlimme daran ist, das viele „schnorrer“ produkte bekommen, nicht bloggen und der ehrliche blogger dann der ist, der in die röhre guckt wenn es heißt „sorry, schlechte erfahrungen!“… dein artikel gefällt mir! 🙂

    LG, Inka

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    • chasty sagt:

      Freut mich das dir der Artikel gefällt. 🙂 Ich musste das einfach mal los werden. Ich hoffe die Firmen lernen draus, und handeln zukünftig von Anfang an geschickter.

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  4. Sandra sagt:

    Ich hoffe eigentlich, dass die so oft genannten Pilzblogs irgendwann von selbst wieder eingehen. Allerdings ärgere ich mich auch regelmäßig, wenn ich sehe, dass solche Blogs Sachen bekommen, für die unsereins ne Absage bekommen hat.

    Eine inzwischen auch sehr beliebte Masche scheint es zu sein, Dinge zu bekommen, darüber zu bloggen und ganz toll zu bewerten. 2 Tage später werden die Sachen als Neu und unbenutzt bei ebay oder in div. Tauschbörsen angeboten.

    Ich selbst verwende schon sehr lange einen Schriftzug meines Blogs als Wasserzeichen quer durch das Bild. Musste mich schon zu oft mit dem Thema Bilderklau befassen. Und auch bei Textklau kenne ich inzwischen keine Gnade mehr. Es ist halt ne Straftat. …

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    • chasty sagt:

      Das hoffe ich auch, das ist aber erst möglich, wenn die Unternehmen sich mehr mit den Anfragen und den Blogs auseinander setzten.
      Testprodukte zu verkaufen ist eine Sauerrei! Genauso Contentklau, und vollkommen richtig wenn man da als betroffene/r Bogger/in handelt.

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  5. Honigbeere sagt:

    Danke,
    das war mal fällig !!!!

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    • chasty sagt:

      Bitte, aber das ist einfach meine Ansicht.

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  6. Drapegon sagt:

    Ich gebe dir da vollkommen recht.
    Vor allem den Produkttestplattformen muss es doch auffallen das bei 2000 Produkttestern nur gerade mal 500 schaffen überhaupt einen Bericht zu schreiben bzw. zu teilen etc.

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    • chasty sagt:

      Wenn diverse Plattformen ihre Anforderungen überdenken oder ändern würden, wäre vielleicht auch in dem Punkt einiges Besser. Nicht jeder Tester hat nen Blog, was auch vollkommen Ok ist, aber nicht um sonst bekommen Tester Fragebögen oder Tagebücher, welche während / nach dem Test ausgefüllt werden sollen. Oft dauert das Bearbeiten nur wenige Minuten. Die Zeit hätte Jeder.

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  7. Sanicha sagt:

    Ich stimme dir da voll und ganz zu.

    Ich habe auch schon einige Blogs entdeckt, die hochwertige Produkte bekommen haben und dann sind nur 3 Sätze über das eigentliche Produkt im Bericht gefallen. Diese sind dann noch nicht mal aussagekräftig und der Produkttest steht dann nicht im Vordergrund. Und die Blogger die sich wirklich Mühe mit den Berichten geben, bekommen dann von solchen Firmen absagen. Ist mir auch schon passiert.

    Für meine Berichte nehme ich mir immer sehr viel Zeit. Denn schließlich will man seinen Lesern ja auch einen richtigen Testbericht vorführen indem man vor- und evtl. auch nachteile des Produktes benennt. Schließich ist das ja auch Sinn und Zweck eines Produkttestes.

    Aber nicht nur bei den Produkttestblogs ist das so, dass sie wie Pilze aus dem Boden schießen, denn auch bei Bücherblogs ist das zu sehen. Ich führe nebenbei ja noch einen Bücherblog und auch da gibt es Blogger, die einfach nur bei Verlagen Rezensionsexemplare abstauben wollen und keine richtigen Rezensionen auf den Blogs veröffentlichen.

    Finde es gut das du das Thema angesprochen hast, aber ich denke es wird sich daran nichts groß ändern. Es wird immer welche geben, die einfach nur was umsonst haben wollen und sich keine Mühe mit Berichten geben. Leider werden dadurch aber die ehrlichen Blogger in ein schlechtes Licht gestellt.

    Ganz liebe Grüße
    Nicole

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    • chasty sagt:

      Wenn man eine Kooperation eingeht, als Firma, dann möchte man doch auch was davon haben… Dafür muss man sich doch auch mal das Blog ankucken bevpr man einfach was rausgibt…Für mich würde der erste eEindruck da eine ganz entscheidende Rolle Spielen.

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  8. [Iro] sagt:

    Ich denke das wird von ganz alleine wieder weniger werden. Es gibt soooo viele gute Blogs im Netz, auch zu anderen Themen, bei denen der Betreiber trotz eines guten Basis leider nicht auf lange Sicht durchgehalten hat. Die werden also nach spätestens einem halben Jahr wieder die Lust verlieren, weil sie merken: Alle User sind doof, die kommen nämlich nicht auf meiner Seite 😉

    Man muss ja nur mal gucken, wie viele aufgegebene Internetseiten bei Gratis-Baukästen wie Jimdo existieren… Kein Plan, kein Erfolg, keine Lust mehr, hehehehe

    Also lassen wir den Pfeifen doch mal ihre 5 Minuten Internetruhm, die verschwinden auch wieder 🙂

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    • chasty sagt:

      Ich hoffe doch das es bald wieder geregelte Zustände annimmt, irgendwann muss der Boom ein Ende haben, spätestens dann, wenn das passiert was du beschreibst.

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      • Rüdiger sagt:

        Zudem denke ich doch, dass auch die Unternehmen irgendwann begreifen werden, dass viele dieser Blogs ihnen nichts bringen, da die Betreiber nur hinter Gratisproben her sind und die Leser dieser Blogs meist alle zur selben Clique gehören und ebenfalls nichts kaufen.

        Da bin ich zuversichtlich, dass sich das mit der Zeit alleine regeln wird.

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  9. Nerd sagt:

    Ich kann dir da nur voll und ganz zustimmen, die selektion wird jedoch von ganz alleine kommen, denn auch die firmen wissen, welche blogs gut sind und welche nicht, allein schon aus marketinggründen. ich persönlich finde, dein blog ist z.B. sehr gut, du hast wenig werbung, ein schlichtes design. bei dir geht es um die produkte die gestest wurden, nicht um glitzer und banner. die selektion zwischen „ich will mal eben ein produkt abgreifen“ und „ich mach es aus überzeugung“ wird schnell klar, wenn die anfragen der blogger liest die so bei den firmen eintreffen, da auch ich für blogmarketing zuständig bin, weiß ich ab und an gar nicht ob ich weinen oder lachen soll wenn ich so manche anfragen für das testen unserer produkte lese.

    zu oberen kommentaren, es kommt den firmen meist nicht nur darauf an ein feedback zu bekommen, vielmehr möchten sie mit dem produkt im internet bekanntgemacht werden. für feedback haben die meist andere kanäle um dies zu bekommen.

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  10. hexe1979 sagt:

    da gebe ich dir woll kommen recht

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